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Aktuelles in und um Schwindegg!
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Perspektiven ....

verändern sich manchmal. Eine ganz ungewohnte Perspektive bietet sich aus großer Höhe ...




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Bahnausbau:

Ramsauer bekräftigt Ausbauplan

Mühldorfer Anzeiger vom 18.09.10

Die chemische Industrie droht mit der Verlegung von Investitionen nach Ostdeutschland, Verkehrsminister Ramsauer hält dem die bekannten Fakten entgegen: Der zweigleisige Ausbau soll kommen, finanziert ist noch nichts.
Mühldorf - Verkehrsminister Peter Ramsauer hat in einer Presseerklärung die Bereitschaft zum Ausbau der Bahnstrecke zwischen Mühldorf und Tüßling erneuert. "Sobald das Baurecht für den gesamten zweigleisigen Abschnitt vorliegt, wird der Bund seinen erforderlichen Anteil von 105 Millionen Euro im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel finanzieren." Das wird nach Ansicht Ramsauers nicht vor 2013 sein, weil nach den Planungen der Bahn erst dann Baurecht herrscht. "Davor kann keine Finanzierungsvereinbarung abgeschlossen werden."
Ramsauers Aussage geht nicht über das bisher gesagte hinaus. Schon in den vergangenen Monaten hatte er die Notwendigkeit des Ausbaus betont und erklärt, der Bund werde Geld zur Verfügung stellen. Diese Zusage ist allerdings stets mit dem einschränkenden Hinweis auf die "verfügbaren Haushaltsmittel" verknüpft.
Die Mitteilung Ramsauers folgt auf eine Ankündigung der chemischen Industrie in Burghausen, Investitionen künftig im Osten Deutschlands tätigen zu wollen, sollte der Verkehrsanschluss nicht verbessert werden. Vertreter der Wacker Chemie wiesen darauf hin, dass sich das Güteraufkommen bis 2015 verdoppeln werde. Die Industrie habe drei Milliarden Euro in den Standort investiert, Staats- und Bundesregierung ihre Zusagen zum Ausbau von Autobahn und Bahn zeitlich jedoch nicht eingehalten. Als Konsequenz kündigten die Wackermanager an, Investitionen für Erweiterungen der Produktion derzeit nicht in Burghausen sondern am Standort Nünchritz in Sachsen zu planen. .....

Expresszug ins Niemandsland

Mühldorfer Anzeiger vom 15.12.09

Mühldorf - In das "Verkehrsniemandsland" Südostoberbayern führte der Bayerische Bauindustrieverband 120 Mitreisende aus Politik und Wirtschaft bei einer Zugfahrt von München über Mühldorf nach Burghausen, Landshut und Regensburg. Ziel war es, alle Entscheidungsträger auf den gleichen Kenntnisstand bei der Schienenanbindung eines der wichtigsten Wirtschaftsstandorte Deutschlands zu bringen.
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Über die Schuldfrage für den mangelnden Ausbau der Bahnstrecke von München in die Region waren sich die Redner weitgehend einig: Nicht die Bahn, nicht die lokale Politik, der Bund trage Verantwortung. "Im Europaparlament und in Bayern hat der Schienenausbau absolute Priorität", betonte Europaabgeordneter Bernd Posselt (CSU), "jetzt muss sich der Bund bewegen." Größtes Problem sei die nicht vorhandene Vorratsplanung der Bahn, erklärte Peter Michalek von der DB Netz. Da der Bund nicht bereit sei, Planungsrisiken vorab zu tragen, könne nicht geplant werden, bevor ein Projekt gesichert finanziert sei.

2,8 Milliarden Euro koste der gesamte Ausbau mit viergleisigem Ausbau bis Markt Schwaben, zweigleisigem Ausbau bis Dorfen, einem zweiten Gleis oder Begegnungsabschnitten bis Freilassing, den Begegnungsbahnhöfen Schwindegg und Weidenbach und der Erneuerung der Signaltechnik. Dazu käme die Elektrifizierung der Strecke. ....


Müller stellt klaren Zeitplan auf


Bis 2015 sollen die Begegnungsabschnitte auf der Bahnstrecke nach München und Burghausen fertig sein. Diesen Zeitplan stellte gestern Bayerns Wirtschaftsministerin Emilia Müller auf. Zu ihm gehört auch die Elektrifizierung.

Die Mitglieder der hochrangigen Kabinetts- und Bahn-Delegation, die sich gestern mit dem Zug auf den Weg von München-Ost nach Mühldorf machte, versprach, dem zweigleisigen Ausbau endlich eine konkrete Zeitperspektive zu geben. So betonte Wirtschaftsministerin Müller nicht nur die Bedeutung des zweigleisigen Ausbaus für die Wirtschaft, sondern nannte Termine für Planung und Bau der Begegnungsabschnitte. Bis 2010 soll die Planung für Markt-Schwaben - Hörlkofen und für Thann-Matzbach - Dorfen stehen, 2015 sollen die beiden Abschnitte fertig sein.

Für die Planung des Abschnitts zwischen Mühldorf und Tüßling in Richtung Chemiedreieck Burghausen legte sie 2009 als Planungs- und 2015 als Fertigstellungsziel fest. Bayerns Bahnchef Klaus-Dieter Josel korrigierte die Angaben sogar herunter und sprach von den Jahren 2012 oder 2013 für die Beseitigung des Engpasses auf dem Weg ins Chemiedreieck. Der Neubau einer Innbrücke sei bereits finanziert, die Verhandlungen über das Geld für den gesamten Ausbau liefen.

Einen Zeitplan nannte Müller auch für die Elektrifizierung, die bis 2015 fertig sein soll. Geld kommt nach ihren Angaben aus einer Poolfinanzierung, an der sich Freistaat, Gemeinden und Landkreise beteiligen. Verhandlungen würden bereits geführt. «Wir wollen nicht, dass sich die Industrie beteiligt», wies Müller eine frühere Überlegung zurück. ... (Mühldorfer Anzeiger vom 04.12.2007)

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A94:


Chronologie der A 94


Die A94 begleitet die Bevölkerung im Landkreis seit 65 Jahren. 1941/42 wurden erste Untersuchungen für eine Autobahnverbindung München - Mühldorf - Passau durchgeführt. Der Krieg begrub diese Planungen.1971 wurde wieder über eine autobahnähnliche Verbindung von München über Mühldorf nachgedacht.

Diese Variante wurde als B 12 im Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen 1971 aufgenommen.

1986 wurde die Strecke zwischen Forstinning und Marktl unter der Bezeichnung A 94/B 12 in «Vordringlichen Bedarf» eingestuft.

2003/2004 Einstufung im Bundesverkehrswegeplan geändert.

München - Ampfing

20. Mai 1977: Raumordnungsverfahren für die Trasse Dorfen eingeleitet.

8. Juli 1977: Der Mühldorfer Kreistag stimmt der Trasse Dorfen mit 54:3 zu.

7. Juli 1980: Die landesplanerische Beurteilung durch die Regierung von Oberbayern bewertet die Trasse Dorfen positiv, die Trasse Haag negativ.

10. Oktober 1980: Die Linienbestimmung für die Trasse Dorfen wird beantragt.

30. Januar 1986: Der Deutsche Bundestag erkennt den vordringlichen Bedarf an, trifft keine Entscheidung über die Trassenführung und fordert die Untersuchung der Trasse Haag mit teilweise Einbeziehung der B12. Die Parteien stimmen überein, dass die Trasse A94/B12 zwischen Forstinning und Ampfing nicht im Isental verlaufen darf.

5. April 1988: Der Planfeststellungsbeschluss für den Abschnitt «Forstinning -Pastetten» wird eingeleitet, ebenso der Trassenvergleich Haag und Dorfen.

25. Januar 1990: Der Deutsche Bundestag beschließt, die Trassen Dorfen und Haag nochmals in einem großflächigen Vergleich gegenüber zu stellen.

14. September 1990: Der Mühldorfer Kreistag fordert mit 37:11 Stimmen die Trasse Dorfen.

24. März 1992: Die Bayerische Staatsregierung beschließt, an der Trasse Dorfen festzuhalten.

25. August 1992: Das Bundesverkehrsministerium spricht sich für den Bau der Trasse Dorfen aus.

30. Juni 1993: Die A 94 zwischen Pocking und Forstinning als vierstreifige Autobahn im «Vordringlichen Bedarf». Nach Darstellung der Bedarfsplanung der A 94 soll sie zwischen Forstinnig und Ampfing über Dorfen verlaufen.

1. Juni 2004: Änderung des Fernstraßenausbaugesetzes und Änderung der Einstufung.

Forstinning - Pastetten:

5. April 1988: Planfeststellung durch die Regierung eingeleitet (mit Trassenvergleich Dorfen und Haag).

5. Juli 1997: Erörterungstermine in Forstinning.

10. April 1999: Erörtungstermine in Dorfen.

7. März 2002: Planfeststellungsbeschluss durch die Regierung von Oberbayern.

22. Mai 2002: Klagen von privaten Betroffenen, der Stadt Dorfen, den Gemeinden Lengdorf, Pastetten und Buch am Buchrain sowie dem Bund Naturschutz.

14. September 2006: VGH-Verhandlung und Verweisung an den Europäischen Gerichtshof wegen der Prüfung der FFH-Verträglichkeit.

30. Oktober 2007: VGH-Urteil für die Trasse Dorfen und Nichtzulassung der Revision. sb (Mühldorfer Anzeiger vom 31.10.2007)


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