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Pläne für Bahnhof Schwindegg

Mühldorfer Anzeiger vom 09.05.2011

http://www.ovb-online.de/muehldorf/neuer-kiosk-bahnhof-1235642.html

Spitzengespräch zu Bahnhausbau und Weiterbau der A94 in Berlin

Mühldorfer Anzeiger vom 25.03.2011

http://www.ovb-online.de/muehldorf/geld-abschnitt-altmuehldorf-tuessling-1175363.html

Herausforderung gemeinsam meistern

Mühldorfer Anzeiger vom 11.05.10


Schwindegg/Buchbach/ Obertaufkirchen - Beim Bürgergespräch haben annähernd 80 Personen aus den Gemeinden Schwindegg, Buchbach und Obertaufkirchen wichtige Punkte angesprochen, um an einem seniorenpolitischem Konzept für den Landkreis aktiv mitzuarbeiten.
Bürgermeister Dr. Karl Dürner stellte fest, dass ein Konzept nur mit der Einbindung der Bürger der drei Gemeinden nachhaltig entstehen könne. Franz Buba vom Basis-Institut errechnete für Schwindegg eine stabile, für Buchbach eine leicht zunehmende und für Obertaufkirchen eine stark zunehmende Bevölkerungszahl.
Eine Befragung ergab, dass mehr als 90 Prozent der Schwindegger Bevölkerung mit der Infrastruktur in ihrer Gemeinde zufrieden sind. Vermisst wird eine größere Geschäftsvielfalt sowie Fachärzte. Rund 30 Prozent der Mitbürger sind ehrenamtlich tätig.
In Obertaufkirchen sind zwischen 60 und 70 Prozent der Bürger mit der Infrastruktur zufrieden. Vermisst wird eine Apotheke sowie ein Lebensmittelgeschäft, rund 35 Prozent engagieren sich ehrenamtlich.
Zwischen 80 und 90 Prozent der Buchbacher Mitbürger sind mit der Infrastruktur in der Marktgemeinde zufrieden und auch hier wird eine Apotheke und eine größere Geschäftsvielfalt gewünscht. Mehr als 35 Prozent sind in einem Ehrenamt tätig.
Bei der Diskussionsrunde stellte sich heraus, dass es sowohl eine zentrale als auch gemeindeübergreifende Angebots- und Bedarfsermittlung geben soll. Dazu sollen Broschüren und Internet aber auch ein Lotse, der vor Ort über Angebote informieren soll, hilfreich sein. Für eine dauerhafte Motivation der Ehrenamtlichen sei eine gesellschaftliche und öffentliche Anerkennung nötig.
Als wichtig stellte sich heraus, dass auf Neubürger und ältere Menschen mehr aufeinander zugegangen werde. Die Anwesenden äußerten den Wunsch nach einem Fahrdienst für ältere oder behinderte Menschen zum Arzt oder Einkauf. Zudem regten die Teilnehmer an, in allen drei Orten eine Organisation (etwa einen Besuchs- und Kontrolldienst) zu bilden, um einer Vereinsamung vorzubeugen.
Ein weiterer Diskussionspunkt war Wohnen im Alter, betreutes Wohnen, Pflegeplätze in der Nähe des Wohnortes. In der Gemeinde Buchbach besteht ein größeres Interesse an der Schaffung für betreutes Wohnen. Allerdings scheitert es derzeit an der Finanzierung und fehlenden Investoren. Hingewiesen wurde auch an ein Modell in Niederbayern. Dort bietet eine stationäre Pflegeeinrichtung für ältere Menschen in der eigenen Wohnung eine 24-stündige Rufbereitschaft.
Bei der Befragung kam heraus, dass Schwindegg eine gute Versorgung mit Ärzten hat. Für den Besuch von Fachärzten, Krankenhaus oder Geriatrie sei die Einrichtung eines ehrenamtlichen Fahrdienstes wünschenswert. Zum Abschluss ermutigte Claudia Holzner alle, sich weiterhin zum Thema "Rund ums Alter" zu engagieren und zu versuchen, die Herausforderungen gemeinsam zu meistern. tf

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Weiterentwicklung der Standorte

Mühldorfer Anzeiger vom 22.02.10

Einen neuen, gemeinsamen Weg haben der Markt Buchbach sowie die Gemeinden Obertaufkirchen und Schwindegg im Hinblick auf die Entwicklung ihrer Standorte eingeschlagen.
"Wir wollen unsere drei Gemeinden Buchbach, Obertaufkirchen und Schwindegg im ständigen Wettbewerb der Wirtschaftsstandorte stärken", so die drei Bürgermeister, Thomas Einwang (Buchbach), Franz Ehgartner (Obertaufkirchen) und Dr. Karl Dürner (Schwindegg).

Trotzdem sind aber neben gemeinsamen Zielen für die Region auch die individuellen Ziele für die einzelnen Orte und Gemeinden von großer Bedeutung. Als Kernziele einer solchen Entwicklung haben die drei Gemeinden folgende Kriterien definiert: Mehr zufriedene Menschen, erkennbar bessere Qualität, mehr Vielfalt und Qualität der Betriebe, klares eigenständiges Profil sowie ein ziel- und ergebnisorientiertes Miteinander in der Umsetzung. Durch eine klare Differenzierung der drei Gemeinden will man gemeinsame Stärken, aber auch gemeinsame Notwendigkeiten für eine weitere regionale Entwicklung erkennen.

Die drei Bürgermeister haben sich zum Ziel gesetzt, neben einer Optimierung des Erscheinungsbildes der drei Orte auch gemeinsame Marketinggrundlagen, bessere Entwicklungschancen für die regionale und örtliche Wirtschaft sowie eine intensive interkommunale Zusammenarbeit zu erarbeiten und erste Schritte für eine gemeinsame Umsetzung einzuleiten.

Die drei Kommunen haben die Firma Qualikom aus Grabenstätt am Chiemsee damit beauftragt, sie bei der Umsetzung dieses Vorhabens zu unterstützen. "Von großer Bedeutung ist es, notwendige Gemeinsamkeiten der drei Gemeinden in Hinblick auf Standort - und Wirtschaftsentwicklung zu entwickeln", so Christian M. Klotz von der betreuenden Firma.

Eine grundlegende Voraussetzung für das Erreichen der gesetzten Ziele ist eine entsprechende Bürgerbeteiligung. Aus diesem Grund führen die drei Gemeinden derzeit eine gemeinsame, auf jede Kommune individuell abgestimmte Befragung der Bürger, Gewerbetreibenden und Selbständigen durch.

Bessere Förderung für junge Familien

Mühldorfer Anzeiger vom 07.01.10

Schwindegg - "Viele Familien sind darauf angewiesen, dass die Frauen mitarbeiten um den jeweiligen Lebensstandard zu halten und deshalb sind sie auf solche individuellen Betreuungsstätten in ihren Wohnorten angewiesen". Damit soll auch der Fluktuation junger Familien aus dem Landkreis Mühldorf in die Großstädte Einhalt geboten werden.
Bürgermeister Dr. Karl Dürner ist sehr erfreut, dass sich innerhalb der Gemeinde für Familien eine solche Tagesstätte befindet und die Kinder dort kompetent betreut werden. Als vor fast einem halben Jahr die beiden Tagesmütter Carina Oeldenberger und Patricia Rasch mit ihrem Anliegen bei der Gemeinde ihr Anliegen vorbrachten stießen sie auf offene Ohren.
Schnell wurde ein geeignetes Objekt in der Gemeinde gefunden und kindergerecht hergerichtet. In der Kindertagesstätte werden Kinder ab einem Alter von drei Monaten bis zu drei Jahren von Montag bis Freitag von 7 bis 18 Uhr betreut.
Patricia Rasch ist aus Schwindegg und bereits seit 2005 Tagesmutter, Carina Oeldenberger kommt aus Ranoldsberg und ist seit 2006 Tagesmutter. Beide hatten sich bei einem Fortbildungskurs kennengelernt und dabei reifte das Projekt von der Großtagespflege Bambini Treff in Angriff zu nehmen.
Bürgermeister Dr. Dürner betonte, dass der Bambini Treff keine Konkurrenz zu irgendeinem Kindergarten sein soll. Auch Landrat Georg Huber stellte fest, dass es ein weiteres Angebot für junge Familien ist, dass sie auf dem Land die gleichen Institutionen wie in den Städten beanspruchen können. "Wir hoffen, dass von dem Angebot reger Gebrauch gemacht wird und sich die Nachfrage im Landkreis vergrößert", so Huber weiter. Das Landratsamt werde neue Kindertagesstätten mit geschultem Personal immer unterstützen, "denn wir wollen, dass die jungen Familien im Landkreis bleiben".
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Straßen verbinden die Menschen

Mühldorfer Anzeiger vom 21.02.10


Buchbach - Seit Mitte der 80er-Jahre liefen die Bemühungen um eine Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße. "Dies ist keine x-beliebige Straße", betonte Bürgermeister Thomas Einwang bei der Einweihung durch Pfarrer Engelbert Wagner, "sondern sie hat Verbindungscharakter für zwei Gemeinden". Wegen fehlender Förderung reichte es lediglich für eine Deckenverstärkung.
Seit Mitte 2005 wurden die Bemühungen verstärkt. Initiator und treibende Kraft war der damalige Bürgermeister und Landtagsabgeordnete Hans Rambold. Der Marktgemeinderat fasste am 27. September 2005 den Beschluss, das Ingenieurbüro Sehlhoff mit der Ausarbeitung und Planung zu beauftragen. Am 16. Dezember 2008 wurde ein Förderantrag bei der Regierung von Oberbayern eingereicht, und bereits am 22. Dezember 2008 erhielt der Markt die Förderzusage. Mitte Juli 2009 erfolgte die Vergabe der Ausbauarbeiten an die Firma Schwarzenbeck in Gars.
Von Baubeginn am 2. Dezember 2009 bis zur Fertigstellung am 2. Dezember 2009 folgten für die Anwohner einige leidvolle Wochen mit spannenden Umwegen und überraschenden Sperren. Doch das Ergebnis sei eine, wie Bürgermeister Einwang bei der Einweihung sagte, "qualitativ hochwertigere Straße als ursprünglich geplant". Damit verband er auch seinen Dank an die Anlieger und würdigte die unbürokratische kommunale Zusammenarbeit. Schwindeggs Bürgermeister Dr. Karl Dürner meinte, dies sei jetzt die "Romantische Straße" von Buchbach. Pfarrer Engelbert Wagner erteilte der neuen Straße den Segen der Kirche, auf dass niemand auf ihr Schaden erleiden möge. Und Bürgermeister Einwang fügte den Wunsch an, die Straße soll nicht nur eine symbolische Verbindung zwischen Buchbach und Schwindegg darstellen.

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30.11.2006 Mühldorfer Anzeiger

Der Wandel in Schwindegg


Schwindegg (tf) - «Allerdings werden die Belastungen und Entbehrungen während der Bauphase enorm sein und ein hohes Maß an Geduld erfordern», diesen Satz sagte Bürgermeister Dr. Karl Dürner vor einem Jahr bei der Schwindegger Bürgerversammlung. Er sollte Recht behalten.



In den vergangenen Monaten wurde an allen Ecken und Enden gebohrt, gehämmert, gebaggert und gebaut. Ein hohes Maß an Geduld wurde allen Schwindeggern dabei abverlangt. In wenigen Tagen nun soll der Innenbereich an der Mühldorfer Straße fertig gestellt sein. Dann sollen die Autofahrer wieder ohne Umleitungen durch Schwindegg fahren können.

«Die finanzielle Lage aller Kommunen, auch der unseren, ist kritisch», sagte Bürgermeister Dürner. Und weiter: «In dieser schwierigen Zeit, mit einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld, haben wir einige große Maßnahmen angefangen. Diese sind wichtig für den Ort, für die Gemeinde Schwindegg, nicht nur für heute, sondern auch für die nächsten Jahre und Jahrzehnte».

Auch wenn die finanzielle Lage im Bund, im Land und der Gemeinde noch angespannt sei, sehe er doch einen Silberstreif am Horizont. «Die Wirtschaft zieht an, wir haben die Hoffnung, dass die Sozialausgaben und die Staatsausgaben unter Kontrolle oder zumindest, dass die Probleme hier erkannt sind.»

Seit der Bürgerversammlung des vergangenen Jahres sei wieder eine Reihe von Maßnahmen begonnen, fertig gestellt und abgeschlossen worden.

Somit könne man die finanzielle Lage der -Gemeinde als nicht gerade -rosig bezeichnen, konstatierte der Bürgermeister weiter.

Den Vorwurf aus der Bevölkerung, das Geld aus dem Fenster geworfen zu haben, konterte Dürner mit dem Argument, dass alle Maßnahmen nur zum Wohl der Bürger und nur nach der Zusicherung hoher staatlicher Zuschüsse vorgenommen worden seien.

Die Pro-Kopf-Verschuldung in der Gemeinde wird von 693 Euro im Jahr 2005 auf rund 857 Euro im Jahr 2007 steigen und dürfte hier ihren höchsten Stand erreichen.

Die Baugebiete in Kothingdorfen und Hirzlheim Nordwest sind laut Bürgermeister erschlossen und die ersten Grundstücke an die neuen Besitzer übergegangen. Trotzdem sei die Gemeinde weiterhin auf der Suche nach neuen Baugrundstücken.

Der Bauabschnitt I bei der Hochwasserfreilegung an der Rohrmühle sei fertig gestellt. Nachdem sich dort die Natur die Baustelle wieder zurückerobert habe, könne man jetzt von einer sehr gelungenen Renaturierung in diesem Bereich sprechen. Die Betonierungsarbeiten innerhalb des Ortes stünden vor der Vollendung. Dürner: «Mit der jetzigen Maßnahme kann man die städteplanerische Entwicklung von Schwindegg schon sehr deutlich sehen.»

Dass die Bürger seit August klaglos mit dem vielen Lärm, der durch die Bauarbeiten entstand, leben konnten, fand der Bürgermeister dankenswert. Die restliche Baumaßnahme der Hochwasserfreilegung werde zum vorgesehenen Zeitpunkt, im September 2007, ihren Abschluss finden.

Ein Problem brannte Dr. Dürner noch unter den Nägeln: die Schlossgaststätte. Seit längerem werde nach einer Lösung gesucht. Minimalziel sei, dass die Außenansicht zumindest erneuert werde. Ein Abriss des Gebäudes komme nicht in Frage, da das über 400 Jahre alte Juwel unter Denkmalschutz stehe. Zurzeit liefen mit Besitzer, Denkmalschutz- und Bauaufsichtsbehörde sowie den zuständigen Ministern sehr intensive Gespräche um einen einvernehmlichen Beschluss. Bürgermeister Dürner erhoffte sich noch einen, für alle Seiten zufriedenstellenden Beschluss in diesem Jahr.

Im zweiten Teil stellte Landrat Georg Huber einige Neuerungen im kommenden Jahr vor. Dabei ging es auch um die 14-tägige Entleerung der Abfalltonnen und den Weiterbau der A94 auf der Trasse Dorfen. Das Ehrenamt müsse gestärkt werden, wobei sich die Bürger hierfür zur Verfügung stellen sollten.

Vorbildcharakter habe in Schwindegg das Modell der Schulweghelfer, das sehr vorbildlich funktioniere. Neben der A94 brauche der Landkreis auch den zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke. Huber: «Wenn dies nicht sehr bald geschieht, wird sich die Chemieindustrie aus unserer Region zurückziehen und dabei Tausende von Arbeitsplätzen vernichten.»


Renaissance der Schlossgaststätte

Mühldorfer Anzeiger vom 28.02.09

Schwindegg - In den vergangenen Jahren eher ein Schandfleck, soll sich die ehemalige Schlossgaststätte bald zu einem Schmuckstück im Herzen der Gemeinde mausern. Damit wäre die historische Schlossanlage aufgewertet und in ihrer kunsthistorischen -Bedeutung weitum -einmalig.
"Natürlich bin ich belächelt worden, aber ich habe daran gegalubt, ich habe nie aufgegeben", erzählt Dr. Karl Dürner im Rückblick. Klar, die Sanierung koste viel Geld, aber am Ende aller Maßnahmen stehe eines fest: "Schwindegg wird dadurch lebens- und liebenswerter."
Bis alle Pläne Dürners realisiert sind, dürfte noch viel Wasser die Goldach hinabfließen. Aber allein die Sanierung der alten Schlossgaststätte werde den Ortskern optisch und sozial attraktiver machen. Zudem bewahre die Gemeinde damit ein eindrucksvolles Zeugnis ihrer belebten Geschichte.
Laut Landesamt für Denkmalpflege datiert das Gebäude aus dem 16. Jahrhundert. Es habe eine "überragende historische Bedeutung" aufgrund seiner "historischen, architektonischen und städtebaulichen Zurodnung zum benachbarten Schloss und ist somit integraler Bestandteil der Gesamtanlage."
Schützenswert sei es, weil der barocke Putzbau mit zwei Renaissance-Portalen, einer barocken Hausfigur des heiligen Nepomuk sowie einem Wirtschaftsteil mit aufwändigem Gewölbe typisch sei für die damalige Baukunst. Bürgermeister Dürner drückt es laienhafter aus: "Das Gebäude hat einen Traum-Saal, Licht-durchflutete Räume und ein wunderschönes Gewölbe!"
Erste urkundliche Erwähnung fand es 1558 in den Gerichtsliteralien von Neumarkt an der Rott. Ein Kupferstich aus dem Jahr 1723 beweist: Hinter dem Schlossbau befand sich ein zweigeschossiges Gebäude, das als Gasthaus diente.
Der Bau der Schlossgaststätte dürfte also zeitlich eng mit dem Neubau des Schlosses zusammenhängen. Fest steht jedenfalls, dass Anfang des 16. Jahrhunderts, im Zuge des bayerischen Erbfolgekriegs, Ort und Schloss Schwindegg an die Pappenheimer fiel. Veit von Pappenheim hatte jedoch kein Interesse an dem Besitz, der zudem 1504 ausgebrannt war. Er suchte einen Käufer und fand ihn in Sebastian von Haunsperg.
Dieser gab Historikern zufolge Schwindegg sein Gesicht. Er war es, der das Schloss in seiner heutigen Form aufbaute - und vermutlich dazu die Taverne.
Die Fertigstellung der Anlage erlebte Sebastian nicht mehr, Ferdinand von Haunsberg vollendete das Werk. Allerdings starb dieser kinderlos und die Familie der von Haunsbergs damit aus. Die nächsten Besitzer waren dann die Wittelsbacher und nach weiteren Besitzerwechseln die Fugger.
Eine Bauerstochter aus Rattenkirchen wird dann die nächste Besitzerin der Anlage. Die steile Karriere der Elisabeth Hausman beginnt mit dem Einzug Napoleons in Bayern. General Freiherr von Moreau wird bei Rattenkirchen verwundet und auf dem Bauernhof der Hausmans hingebungsvoll gepflegt. Moreau ist dankbar und nimmt die fesche Bayerin mit nach Paris. Als Moreau bei einer Schlacht ums Leben kommt, zieht es die Witwe zurück in ihre Heimat. Für 89000 Gulden kauft sie den Fuggers die Hofmark Schwindegg-Obertaufkirchen ab.
Der Sohn der Freifrau von Moreau veräußert schließlich sein Erbe im Jahr 1849 an seinen Wirtschafter Josef Fischer. Der stirbt 1912 kinderlos und so zerlegen die Banken das Anwesen in seine Einzelteile: Schloss, Brauerei, Ökonomie. Der Bau wurde im Anschluss als Erholungsheim, SA-Führerschule, Lazarett und Krankenhaus genutzt, seit 1982 beherbergt es Eigentumswohnungen.
Die Zeit, als die Wohnungsbesitzer in das Schloss einzogen, erlebte die Schlosswirtschaft nicht mehr. Die steht seit den 70er Jahren bereits ungenutzt an der Seite des Prachtbaus.
Darauf warten, bis es total verwittert in sich zusammenfällt - wie es viele im Ort befürwortet hätten - wäre laut Dürner jedoch aussichtslos gewesen: "Die Bausubstanz des Gebäudes hat nicht die geringsten Schäden. Es ist der sicherste Ort Schwindeggs."  zip


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